FSS-News und Absolventen-Updates   •   Premiere mit "Hexenjagd" von Arthur Miller am 09.01.2020 um 20h - Regie: Markus Schlüter, Musik: Hannah Schwegler   •   Der Preis für die beste Regie (Grete Linz) und der Große Preis von Akkabar des 7. Internationalen Theaterfestival "Les caravanes théatrales du Zagora", Marokko ( 07. - 10.12.2019) gingen an "Die Casanova Akte" der Freiburger Schauspielschule!   •   Austausch-Projekt mit der Schauspielschule "Arts en Scène" / Lyon: "Mit Kunst gegen Ausgrenzung" 13. - 19.01.2020   •   Teilnahme am Young Theatre Festival in Bale, Kroatien vom 12. - 20.09.2019 mit "Die Casanova Akte" / Regie: Grete Linz   •   Preis für die beste Performance mit "Die Farm der Tiere" von G. Orwell auf dem 12. Internationalen Theaterfestival in Djakovo, Kroatien / Regie: Markus Schlüter, Musik: Hannah Schwegler   •   Teilnahme am 13. Internationalen Theaterfestival der Schauspielschulen "Dionysus 2020" in Dakovo, Kroatien im März 2020   •   Teilnahme am 27. Internationalen Theaterfestival in Sibiu / Rumänien (FITS) mit "Die Casanova Akte" unter der Regie von Grete Linz vom 12. - 20.06.2020   •   Christian Schäfer, Künstlerischer Leiter des Theater Gütersloh - Absolvent der Freiburger Schauspielschule - bekommt für sein großes Engagement den Stern des Jahres!   •   Ilja Baumeier - Absolvent der Freiburger Schauspielschule - bekommt die "Junge Talente Schweiz" Auszeichnung   •  

 

Spiel & Darstellung

Das Grundstudium charakterisiert sich durch Kontinuität und systematischem Aufbau.

Das Hauptstudium ist einerseits projektbezogen und praxisorientiert, andererseits wird durch Spezialstudien die Individualität des Einzelnen gefördert.

Im Schauspielunterricht soll der Studierende lernen, an sich selbst, an der Rolle und im Ensemble zu arbeiten.

Methodischer Aufbau

Erstes Studienjahr

Erstes Semester: Grundlagenunterricht / Improvisation / Lyrik (Texte nach eigener Wahl)
Zweites Semester: Dramatisierungen / Prosatext (Ich-Erzählung nach Wahl)

Zweites Studienjahr

Drittes Semester: Szenenstudien / Rollenstudium
Viertes Semester: Szenenfolgen (Collage oder Einakter) öffentliche Aufführung der Arbeitsergebnisse.

Drittes Studienjahr

Fünftes Semester: Szenen- und Rollenstudium / projektbezogene Arbeit.
Sechstes Semester: Projektarbeit - Inszenierung eines Zweiteilers oder Dreiakters.

Viertes Studienjahr

Siebtes Semester: Projektarbeit - Aufführung der Inszenierung / Aufbau des Vorsprechrepertoires
Achtes Semester: Auf die Individualität des Einzelnen ausgerichtete Arbeit / Vorsprechrepertoire.

Ein Improvisationsseminar begleitet die Ausbildung vom ersten bis zum achten Semester.

Neu ab dem Sommersemester 2015: Im Rahmen unserer WERKSTATT können Studierende ab dem Hauptstudium oder schon Absolventen der Freiburger Schauspielschule eigene Inszenierungen erarbeiten und auf unserer Experimentalbühne präsentieren. Somit können sie, nebst weiteren Schauspielerfahrungen und Spiel vor dem Publikum, erste Begegnungen mit dem Organisieren einer eigenen Produktion machen.

Inhalte

Grundlagenunterricht

Der Grundlagenunterricht beinhaltet eine Reihe von Übungen zur Entwicklung der allgemeinen Spielfähigkeit:

Entspannung und Konzentration, Aufmerksamkeit und geteilte Aufmerksamkeit, Reaktion auf reale und vorgestellte Reize, Entwicklung des Vertrauens und der Verantwortung gegenüber dem Partner, Sensibilisierung gegenüber dem Partner, Wahrnehmungsschulung, Verstärkung des Gedächtnis, Sinnesgedächtnis und emotionales Gedächtnis, Fantasie und Imagination, Raumwahrnehmung und das emotionale Verhältnis zum Raum, Beziehung zum Objekt, u.v.m.

Improvisation

In vorgestellten fiktiven Situationen wird die Bedeutung und die Komplexität eines Bühnenvorgangs erfahren:

Die motivierte Handlung, das magische „Wenn“, die Strukturierung einer Situation (Anfang, Wendepunkt, Lösung), das Zusammenspiel mit dem Partner, von der Wahrnehmung über die Bewertung hin zur Aktion (von der Ansicht zur Absicht), Ansätze zur Darstellung eines Charakters.

Dramatisierung

Durch die selbstverfasste Dramatisierung eines episch-literarischen Textes (Erzählung, Novelle oder Romanfragment) wird der Einstieg in die zukünftige Arbeit am dramatischen Text erleichtert. In einem episch, literarischen Text, in dem sich Erzählung und Dialog die Waage hält, stehen dem Studierenden unvergleichlich mehr Informationen als in einem rein dramatischen Text zur Verfügung:

Raum, Atmosphäre, Personenbeschreibung, Gedankengänge, Charakter, Beziehung zwischen den Figuren, Absichten, Rhythmus einer Szene, etc. Diese Arbeit ist keine bloße Umsetzung einer literarischen Rezeptur. Sie lehrt das Erkennen was szenisch umsetzbar ist und was nicht, der Umgang mit der Literatur und der Besonderheit der Figurensprache (charakterlich, historisch und stilistisch) und vor allem die Komplexität aller Komponenten die zu einer szenischen Situation dazugehören.

Szenenstudium

Während die Arbeit an den Dramatisierungen durch den epischen Anteil den Studierenden lehrte, was alles zu einer Szene dazugehört, lehrt die Arbeit am dramatischen Text (durch das Fehlen des Erzählteils), wonach man suchen muss.

Durch das Erarbeiten einer Reihe von Szenen, wird der Entwicklungsbogen einer Figur sichtbar.

Wahlrollen

Die Arbeit an Rollen nach eigener Wahl ist eine selbständige Arbeit, die in dem Unterricht von den Dozenten/-innen punktuell ausgewertet wird. Diese Arbeit gibt Auskunft über die Fähigkeit der Studierenden, die erlernte Methodik selbständig anzuwenden.

Projektarbeit / Aufführung der Inszenierungen

Die Projektarbeit ist eine qualitativ neue Erfahrung:

Vom Rollenfragment zur Rolle, von Szenen zum Stück, von Gruppenarbeit zum Ensemblespiel, vom Vorspiel zum öffentlichen Auftritt. Die öffentlichen Auftritte ermöglichen den jungen angehenden Schauspielern, schon während der Ausbildung, praktische Erfahrungen unter professionellen Bedingungen zu sammeln. Die Arbeit mit dem Regisseur, Spielen vorm Publikum und vor Theaterkritikern.