(...) Seziert in einzelne Mosaiksteinchen gewinnt der Text eine absurde Struktur, die sich in der Phantasie des Zuschauers weiter spreizt oder verdichtet – je nach Anschauung. Für die Schauspieler bedeutet dies ein mimischer Drahtseilakt ohne Netz und doppelten Boden. Jeder Augenblick will ausschließlich aus sich heraus gearbeitet und ausbalanciert sein und dies gelingt mit ausgesprochener Leichtigkeit. (...) Das schönste aber ist der Verzicht auf eine bräsige, bleierne Schwere. Selbst die bittersten Momente kommen mit einer betonten Leichtigkeit über die Rampe. Eine Leichtigkeit die dem Stoff keineswegs Brisanz nimmt. Im Gegenteil: Wirkliche Tragik ist, wenn auch Humor nicht weiterhilft.
Johannes Adam, Kultur Joker (1995)
