Programm
Die Kunst des Filmschauspielers
Die Kunst des Filmschauspielers

Training zur Entwicklung der notwendigen Spielfertigkeiten
- das Training zur Entwicklung der allgemeinen Spielfähigkeit (siehe Schauspiel) für den Filmschauspieler entspricht prinzipiell dem Training für das Theaterschauspiel, dennoch muss immer wieder ausdrücklich auf die Unterschiede dieser beiden Darstellungsformen und ihren spezifischen Anforderungen hingewiesen werden.

Die kreativen Arbeitsphasen


Die Aneignung

Das Kennen und Akzeptieren der eigenen Person und der eigenen Wirkung

  • Körper , Stimme, Temperament, Charakterprofil
  • Eigene Qualitäten einsetzen und Defekte zu Qualitäten umwandeln
  • Die eigene Persönlichkeit wird zum Werkzeug
  • Selbst- und Fremdeinschätzung kennen und definieren

Die Aneignung des Textes

  • Annäherung am Text (Drehbuchanalyse, Szenenanalyse)
  • Die Message
  • „Glaube an die Sache" und die Motivation der Figur

Die Akzeptanz der Regievision

  • Die Unterordnung der eigenen Vision derer des Regisseurs
  • Die Regievision als Ausgangspunkt für die eigene Vision

Die Integration aller Elemente

  • Text
  • Regiekonzept
  • Bild
  • Ausstattung

Die Konstruktion

  1. Die Konstruktion der Figur
    • Die Funktion der Figur in der Gesamtökonomie der Erzählung
    • Die Biografie der Figur
    • Das psychologische Profil der Figur - Temperament, Ausdrucksweise (introvertiert, extrovertiert), Persönlichkeitscharakter, Qualitäten, Defekte, Motivationen
    • Das biologische Profil der Figur - Gesundheitszustand, Dynamik, Neigungen und Phobien
    • Die Dokumentation - das Milieu, Studium und Beobachtung realer Personen die dem Milieu der Figur entsprechen
    • Spezielles Training für die Aneignung figurspezifischer Handlungsweise (psychologischer Gestus, eventuelle Prägungen durch verschiedene Angewohnheiten
  2. Die Konstruktion der SituationDer Kontakt mit Maske und Kostüm
    • Kontakt mit dem Raum (unbekannt, vage bekannt, vertraut)
    • Der physische Zustand (allgemein, momentan)
    • Die genaue Markierung des Aktionsmomentes und die Determinierung der Beziehung zu den anderen beteiligten Figuren

Der Ausdruck

  • Das adäquate Spiel bezüglich des Filmgenres, der Einstellung, der Kamerabewegung und Beleuchtung - das blanke Spiel, das ökonomische Spiel, das diskrete Spiel, das aktive Spiel, das übertriebene Spiel, das pathetische SpielDie Integration des eigenen Spiels in das ganzheitliche Bild der Szene
  • Die Priorität des Details und die Wichtigkeit der Nuance
  • Die emotionale Kontinuität in dem Szenenanschluss
  • Denken, Fühlen, Zeigen
  • Einsatz des emotionalen Gedächtnisses
  • Das Spiel mit dem realen Partner
  • Das Spiel mit imaginärem Partner
  • Spiel mit dem Raum
  • Spiel mit dem Objekt
  • Spiel mit der Kamera
  • Die Figur als biologische Entität
  • Die Reaktion auf externe Stimuli - Die adäquate Reaktion, die paradoxe Reaktion
  • Die Kausalkette
  • Die dramaturgischen Funktionen
  • Praktische Arbeit vor der Kamera und Analyse

Praktische Arbeit vor der Kamera und Analyse

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