
- Grundlagenunterricht
Der Grundlagenunterricht beinhaltet eine Reihe von Übungen zur Entwickung der allgemeinen Spielfähigkeit:
Entspannung und Konzentration, Aufmerksamkeit und geteilte Aufmerksamkeit, Reaktion auf reale- und vorgestellte Reize, Entwicklung des Vertrauens und der Verantwortung gegenüber dem Partner, Sensibilisierung gegenüber dem Partner, Wahrnehmungsschulung, Verstärkung des Gedächtnis, Sinnesgedächtnis und emotionales Gedächtnis, Fantasie und Imagination, Raumwahrnehmung und das emotionaleVerhältnis zum Raum, Beziehung zum Objekt, etc.
- Improvisation
In vorgestellten fiktiven Situationen wird die Bedeutung und die Komplexität eines Bühnenvorgangs erfahren:
die motivierte Handlung, das magische „Wenn“, die Strukturierung einer Situation(Anfang, Wendepunkt, Lösung), das Zusammenspiel mit dem Partner, von der Wahrnehmung über die Bewertung hin zur Aktion (von der Ansicht zur Absicht), Ansätze zur Darstellung eines Charakters.
- Dramatisierung
Durch die selbst verfasste Dramatisierung eines episch, literarischen Textes (Erzählung, Novelle oder Romanfragment) wird der Einstieg in die zukünftige Arbeit am dramatischen Text erleichtert. In einem episch, literarischen Text, in dem sich Erzählung und Dialog die Waage hält, stehen dem Studierenden unvergleichlich mehr Informationen als in einem rein dramatischen Text zur Verfügung:
Raum, Atmosphäre, Personenbeschreibung, Gedankengänge, Charakter, Beziehung zwischen den Figuren, Absichten, Rhythmus einer Szene, etc. Diese Arbeit ist keine bloße Umsetzung einer literarischen Rezeptur. Sie lehrt das Erkennen was szenisch umsetzbar ist und was nicht, der Umgang mit der Literatur und der Besonderheit der Figurensprache (charakterlich, historisch und stilistisch) und vor allem die Komplexität aller Komponenten die zu einer szenischen Situation dazugehören.
- Szenenstudium
Während die Arbeit an den Dramatisierungen, durch den epischen Anteil den Studierenden lehrte, was alles zu einer Szene dazugehört, lehrt die Arbeit am dramatischen Text (durch das Fehlen des Erzählteils) wonach man suchen muß.
Durch das Erarbeiten einer Reihe von Szenen, wird der Entwicklungsbogen einer Figur sichtbar.
- Wahlrollen
Die Arbeit an Rollen nach eigener Wahl ist eine selbstständige Arbeit, die in dem Unterricht von den Dozenten/innen punktuell ausgewertet wird. Diese Arbeit gibt Auskunft über die Fähigkeit der Sudierenden, die erlernte Methodik selbstständig anzuwenden.
- Projektarbeit / Aufführung der Inszenierungen
Die Projektarbeit ist eine qualitativ neue Erfahrung:
Vom Rollenfragment zur Rolle, von Szenen zum Stück, von Gruppenarbeit zum Ensemblespiel, vom Vorspiel zum öffentlichen Auftritt. Die öffentlichen Auftritte ermöglichen den jungen angehenden Schauspielern, schon während der Ausbildung, praktische Erfahrungen unter professionellen Bedingungen zu sammeln. Die Arbeit mit dem Regisseur, spielen vorm Publikum und vor Theaterkritikern.